Peter Sacher

Erleben Sie die 1950er und 1960er Jahre im Münsterland!
Grasbahn-Panorama_02a

Goliath GD750

Goliath GD750
Immer auf der Suche nach Vorbildern und Geschichten für mein Hobby erzählte mir mein Freund Helmut Neugebauer, der Lehrling und später Tankwart bei der Tankstelle Franke war, eine interessante Geschichte aus seiner Lehrzeit. Bernhard Knepper war nach dem Krieg Kleinstfuhrunternehmer, Kioskbetreiber, Versicherungsvertreter und GEMA-Kontrolleur. Für seine Speditionsfahrten fuhr er ein Goliath-Dreirad.
Und damit beginnt die Geschichte von Helmut:
Am Dreirad von Bernhard Knepper musste ein Hinterrad gewechselt werden. Der Chef meinte, das könne auch der Lehrling machen. Stolz auf dieses Vertrauen machte sich Helmut an die Arbeit. Aufgeregt und voller Tatendrang vergaß er, die Radmuttern fest genug anzuziehen. Keine zwei Stunden später rief Bernhard Knepper aus dem benachbarten Bockum-Hövel an und erzählte dem Chef Heinrich Franke, dass er das neu montierte Rad verloren hat. Das Ergebnis für den Lehrling Helmut war eine ordentliche Backpfeife vom Chef. Angeregt durch diese Geschichte fragte ich die Witwe von Bernhard Knepper nach Fotos des Dreirades. Zu meiner freudigen Überraschung zeigte sie mir ein Bild, das genau die von Helmut geschilderte Geschichte belegt.
(Text: Peter Sacher)
Gtasbahn_Kraftstoffstand von Josef Mussenbrock

Goliath GD750

Goliath GD750
Immer auf der Suche nach Vorbildern und Geschichten für mein Hobby erzählte mir mein Freund Helmut Neugebauer, der Lehrling und später Tankwart bei der Tankstelle Franke war, eine interessante Geschichte aus seiner Lehrzeit. Bernhard Knepper war nach dem Krieg Kleinstfuhrunternehmer, Kioskbetreiber, Versicherungsvertreter und GEMA-Kontrolleur. Für seine Speditionsfahrten fuhr er ein Goliath-Dreirad.
Und damit beginnt die Geschichte von Helmut:
Am Dreirad von Bernhard Knepper musste ein Hinterrad gewechselt werden. Der Chef meinte, das könne auch der Lehrling machen. Stolz auf dieses Vertrauen machte sich Helmut an die Arbeit. Aufgeregt und voller Tatendrang vergaß er, die Radmuttern fest genug anzuziehen. Keine zwei Stunden später rief Bernhard Knepper aus dem benachbarten Bockum-Hövel an und erzählte dem Chef Heinrich Franke, dass er das neu montierte Rad verloren hat. Das Ergebnis für den Lehrling Helmut war eine ordentliche Backpfeife vom Chef. Angeregt durch diese Geschichte fragte ich die Witwe von Bernhard Knepper nach Fotos des Dreirades. Zu meiner freudigen Überraschung zeigte sie mir ein Bild, das genau die von Helmut geschilderte Geschichte belegt.
(Text: Peter Sacher)
Ford FK 3500 Coca-Cola_02

Hanomag Markant

Der Hanomag Markant von Kohlen-Töns.
Mitten in Drensteinfurt betrieb Wilhelm Töns eine Kohlenhandlung. Erstes Auslieferungsfahrzeug war ein auf Gummirädern fahrender Pferdeanhänger. Später folgte ein Hanomag L28 ein Hanomag Markant und schließlich ein Unimog 412. Seine Fahrzeuge, aber besonders sein Helfer Theo „Focke“ Wulf waren bekannt wie bunte Hunde. Wilhelms Ehefrau betrieb seit ihrer Heirat ein Lebensmittelgeschäft. Mit dem zu frühen Tod von Wilhelm Töns endete der Kohlenhandel.
Hanomag Markant, die Geschichte zu den Fotos.
Vorweihnachtszeit in den 1960er Jahren in Drensteinfurt….
Der bekannte Drensteinfurter Theo „Focke“ Wulf arbeitete sein halbes Leben lang für den Kohlenhändler Wilhelm Töns. Mit dem kleinen LKW Hanomag Markant belieferte er frierende Drensteinfurter mit Kohlen und Briketts. Vorher musste er noch bei der ESSO-Tankstelle Franke an der Bahnhofstraße selber Brennstoff für sich und seinen LKW tanken. (Text: Peter Sacher)
Ford FK 3500 Coca-Cola_03

Hanomag Markant

Ford FK 3500 Coca-Cola_04

Hanomag Markant

Jans Bußmann und sein Hanomag L28.
Jeder Stewwerter (Drensteinfurter) kannte den Schrotthändler Johannes, gen. „Jans“ Bußmann. Nach Ende des Krieges begann er mit einem Pferdegespann als Kleinspediteur und Schrotthändler. In den Wirtschaftswunderjahren blühte das Geschäft von Jans Bußmann. Äußeres Zeichen seines kleinen Wohlstandes war ein gebrauchter Opel Kapitän. Als in seiner Nachbarschaft groß gewordener Junge erinnere ich mich an den großen Schrotthaufen auf dem Hof der Familie Bußmann. Hin und wieder sind wir Jungen mit Jans und seinem voll Schrott geladenen Hanomag L28 (2,5to) zum Abnehmer von Jans Schrott nach Hamm gefahren. Der große Schrottplatz war für uns ein Abenteuerspielplatz. Dort suchten wir nach beschädigtem Blechspielzeug.
In den letzten Jahren seines Arbeitslebens fuhr Jans mangels Führerschein wieder mit einem Pferdegespann. (Text: Peter Sacher)
Tempo_01

Henschel HS170 ein 40-Tonner für die 1950er Jahre, im kleinen Foto der Original Zug.

Henschel HS 170 von "Bruno Hoyer Internationale Fachspedition" in Hamburg.
Immer auf der Suche nach interessanten Vorbildern stieß ich in einer LKW-Oldtimerzeitschrift auf einen Bericht über die Tankwagenspedition Hoyer. Sofort fielen mir Bilder eines gewaltigen Henschel HS 170 auf. Die lange Haube, der interessante Aufbau und der Dreiachsanhänger überzeugten mich, dieses Fahrzeug in meine Eigenbausammlung aufzunehmen. (Text: Peter Sacher)
Hoyer historisch.
Walter Hoyer gründete 1946 die Einzelfirma Bruno Hoyer Internationale Fachspedition in Hamburg. Walter Hoyer übernimmt den Firmennamen von seinem Vater Bruno, der seit 1922 einen bedeutenden Milchgroßhandel in Hamburg betrieb. Das erste Fahrzeug wird 1948 für 22.791,20 DM gekauft.
MAN 415 L 1 F Solle_01a_klein

Kaelble K 631ZR/56 mit Culemeyer-Straßenroller und gedecktem Güterwagen unterwegs in Drensteinfurt

MAN 415 L 1 F Solle_02a_klein

Kaelble K 631ZR/56 mit Culemeyer-Straßenroller und gedecktem Güterwagen unterwegs in Drensteinfurt

Kaelble K 631ZR/56 mit Culemeyer-Tieflader und gedecktem Güterwagen.
Zu Zeiten, als der Gütertransport noch nicht wie heute überwiegend auf der Straße stattfand, wurden Firmen ohne Gleisanschluss von der Bundesbahn beliefert. Kaelble-Zugmaschinen zogen flache Culemeyer-Tieflader, auf denen Güterwaggons transportiert wurden. Auch Firmen in Drensteinfurt profitierten von dieser Art der Warenanlieferung.
Damit der Tieflader seinen Nutzen zeigen konnte, baute ich ebenfalls in Eigenbauweise einen gedeckten Güterwagen. Da ich keine Ahnung von Eisenbahnwaggons hatte, war eine umfangreiche Recherche nötig. Vor Baubeginn war mir nicht klar, wie aufwändig der Bau werden würde. In der Bauzeit für den Waggon hätte ich auch einen LKW bauen können. Bereut habe ich den Eigenbau aber nicht.
Die von mir gebaute Kaelble K 631ZR/56 wurde ab Ende der 1950er Jahre gefahren und war bei der Bundesbahn in Hamm stationiert. Bei meiner Recherche half mir ein ehemaliger Fahrer dieses Kaelble. Zugfahrzeug und Tieflader erforderten eine umfangreiche Suche nach Bildern und Daten, vor allem für den Culemeyer-Tieflader. (Text: Peter Sacher)

Original-Fahrzeug-Daten zu den vier oberhalb stehenden Modellen aus Peters Werkstatt.

Ford FK3500 D

Faun L7 Datenblatt

Henschel HS100K_03

Goliath GD750 Datenblatt

Tempo Matador

Hanomag Markant Datenblatt

MAN 415L1F

Hanomag L28 2,5 t Datenblatt

In der Nacht, oder am frühen Morgen beginnt die Reise eines Fernfahrers!.

Nachst_Ranorama

Faun L7 Datenblatt

MAN 415 klein_03a

M.A.N F8, Hildegard Knef und Hans Albers

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M.A.N F8, Hildegard Knef und Hans Albers

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M.A.N F8, Hildegard Knef und Hans Albers

MAN 415 klein_01a

M.A.N F8, Hildegard Knef und Hans Albers

Nachts auf den Straßen, der M.A.N F8.
Im Jahr 1952 spielte Hans Albers im Fernfahrerfilm „Nachts auf den Straßen“, der zum Kultfilm von Fans alter LKW wurde. In dem Film fährt der Fuhrunternehmer Heinrich Schlüter, gespielt von Hans Albers, mit seinem MAN F8 durch Deutschland. Während seiner Fahrten gerät er in verschiedene Verwicklungen. Beim Unfall eines Ganoven auf der einsamen nächtlichen Autobahn findet er eine große Menge Geld. Er steckt es ein, denn damit kann er seine Schulden für den neuen Dreiachsanhänger bezahlen. Damit nicht genug. An einer Autobahnraststätte nimmt er eine junge Anhalterin, gespielt von Hildegard Knef, mit. Der alternde verheiratete Heinrich verliebt sich in die junge Frau, die ihn umschmeichelt. Durch sie gerät er in dunkle Machenschaften, die er auf seine Art beendet. Reumütig kehrt er zu seiner auf ihn wartende Frau zurück.
Mich reizte es, den MAN F8 von Heinrich Schlüter nachzubauen. Ein glücklicher Zufall wollte es, dass die Firma Preiser zwei Figuren im Maßstab 1:24 rausbrachte, die Hans Albers, als den Fernfahrer Heinrich Schlüter und Hildegard Knef, als die Anhalterin originalgetreu zeigten. Das Ergebnis zeigen die Bilder vom Modell. (Text: Peter Sacher)

Nachts auf den Straßen, der Film!
Franz Otremba mit Tempo Hanseat und Holder ED10 Einachsschlepper.
In meiner Nachbarschaft wohnte Franz Otremba mit seiner Familie. In seinem Hauptberuf arbeitete er als Metallarbeiter beim größten Arbeitgeber in unserem Ort, der Firma Merten und Storck, im Volksmund „Pöttkes-Bude“ (Topffabrik) genannt.
Als gebürtiger Schlesier, dessen Eltern einen Bauernhof betrieben, erinnerte er sich an seine Wurzeln. Er pachtete Felder und begann, zunächst Gemüse, Kartoffeln und vor allem Erdbeeren anzupflanzen. Wir Kinder aus seiner Nachbarschaft halfen ihm, seine reifen Erdbeeren zu ernten. Unser Lohn war, so viel Erdbeeren essen zu können, wie wir wollten (konnten). Wer hier im Vorteil war, kann man sich denken. Ein Höhepunkt für uns Kinder war aber die Fahrt auf dem kleinen Anhänger des Holder-Einachsschleppers. Der Schlepper hatte einen Dieselmotor und konnte durch viele Anbauteile für allerlei Arbeiten genutzt werden.
Später kaufte sich Franz Otremba noch ein Tempo-Dreirad, um seine Waren in umliegende Orte zu liefern und um am Wochenende Verwandte zu besuchen.
Ich erinnere mich noch an andere sogenannte Nebenerwerbslandwirte, die ebenfalls kleine Schlepper als Arbeitshilfen besaßen. Zu meinem Glück erfuhr ich, dass nicht weit von mir so ein Holder-Schlepper mit Anhänger bei einem Hühnerbauern steht. So konnte ich Bilder machen und Zeichnungen erstellen, die mir beim Bau des Modells halfen. Auch hatte der Bauer noch den Originalprospekt, den er mir zum Kopieren überließ. Franz Otremba und seine Fahrzeuge sind schöne Erinnerungen für mich und meine gleichaltrigen Kindheitsfreunde. (Text: Peter Sacher)

Datenblatt für Einachsschlepper Holder ED10!
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Holder Einachsschlepper ED10 und Tempo Hanseat

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Holder Einachsschlepper ED10 und Tempo Hanseat

Franz Otremba mit Tempo Hanseat und Holder ED10 Einachsschlepper.
In meiner Nachbarschaft wohnte Franz Otremba mit seiner Familie. In seinem Hauptberuf arbeitete er als Metallarbeiter beim größten Arbeitgeber in unserem Ort, der Firma Merten und Storck, im Volksmund „Pöttkes-Bude“ (Topffabrik) genannt.
Als gebürtiger Schlesier, dessen Eltern einen Bauernhof betrieben, erinnerte er sich an seine Wurzeln. Er pachtete Felder und begann, zunächst Gemüse, Kartoffeln und vor allem Erdbeeren anzupflanzen. Wir Kinder aus seiner Nachbarschaft halfen ihm, seine reifen Erdbeeren zu ernten. Unser Lohn war, so viel Erdbeeren essen zu können, wie wir wollten (konnten). Wer hier im Vorteil war, kann man sich denken. Ein Höhepunkt für uns Kinder war aber die Fahrt auf dem kleinen Anhänger des Holder-Einachsschleppers. Der Schlepper hatte einen Dieselmotor und konnte durch viele Anbauteile für allerlei Arbeiten genutzt werden.
Später kaufte sich Franz Otremba noch ein Tempo-Dreirad, um seine Waren in umliegende Orte zu liefern und um am Wochenende Verwandte zu besuchen.

Franz Otremba mit Tempo Hanseat und Holder ED10 Einachsschlepper.
In meiner Nachbarschaft wohnte Franz Otremba mit seiner Familie. In seinem Hauptberuf arbeitete er als Metallarbeiter beim größten Arbeitgeber in unserem Ort, der Firma Merten und Storck, im Volksmund „Pöttkes-Bude“ (Topffabrik) genannt.
Als gebürtiger Schlesier, dessen Eltern einen Bauernhof betrieben, erinnerte er sich an seine Wurzeln. Er pachtete Felder und begann, zunächst Gemüse, Kartoffeln und vor allem Erdbeeren anzupflanzen. Wir Kinder aus seiner Nachbarschaft halfen ihm, seine reifen Erdbeeren zu ernten. Unser Lohn war, so viel Erdbeeren essen zu können, wie wir wollten (konnten). Wer hier im Vorteil war, kann man sich denken. Ein Höhepunkt für uns Kinder war aber die Fahrt auf dem kleinen Anhänger des Holder-Einachsschleppers. Der Schlepper hatte einen Dieselmotor und konnte durch viele Anbauteile für allerlei Arbeiten genutzt werden.
Später kaufte sich Franz Otremba noch ein Tempo-Dreirad, um seine Waren in umliegende Orte zu liefern und um am Wochenende Verwandte zu besuchen.
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Holder Einachsschlepper ED10 und Tempo Hanseat

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Holder Einachsschlepper ED10 und Tempo Hanseat

MAN 750 TL1_01

Holder Einachsschlepper ED10 und Tempo Hanseat

Franz Otremba mit Tempo Hanseat und Holder ED10 Einachsschlepper.
In meiner Nachbarschaft wohnte Franz Otremba mit seiner Familie. In seinem Hauptberuf arbeitete er als Metallarbeiter beim größten Arbeitgeber in unserem Ort, der Firma Merten und Storck, im Volksmund „Pöttkes-Bude“ (Topffabrik) genannt.
Als gebürtiger Schlesier, dessen Eltern einen Bauernhof betrieben, erinnerte er sich an seine Wurzeln. Er pachtete Felder und begann, zunächst Gemüse, Kartoffeln und vor allem Erdbeeren anzupflanzen. Wir Kinder aus seiner Nachbarschaft halfen ihm, seine reifen Erdbeeren zu ernten. Unser Lohn war, so viel Erdbeeren essen zu können, wie wir wollten (konnten). Wer hier im Vorteil war, kann man sich denken. Ein Höhepunkt für uns Kinder war aber die Fahrt auf dem kleinen Anhänger des Holder-Einachsschleppers. Der Schlepper hatte einen Dieselmotor und konnte durch viele Anbauteile für allerlei Arbeiten genutzt werden.
Später kaufte sich Franz Otremba noch ein Tempo-Dreirad, um seine Waren in umliegende Orte zu liefern und um am Wochenende Verwandte zu besuchen.
Ich erinnere mich noch an andere sogenannte Nebenerwerbslandwirte, die ebenfalls kleine Schlepper als Arbeitshilfen besaßen. Zu meinem Glück erfuhr ich, dass nicht weit von mir so ein Holder-Schlepper mit Anhänger bei einem Hühnerbauern steht. So konnte ich Bilder machen und Zeichnungen erstellen, die mir beim Bau des Modells halfen. Auch hatte der Bauer noch den Originalprospekt, den er mir zum Kopieren überließ. Franz Otremba und seine Fahrzeuge sind schöne Erinnerungen für mich und meine gleichaltrigen Kindheitsfreunde. (Text: Peter Sacher)

Datenblatt für Einachsschlepper Holder ED10!
MAN 750 TL1_04_klein

Holder Einachsschlepper ED10 und Tempo Hanseat

MAN 750 TL1_03_klein

Holder Einachsschlepper ED10 und Tempo Hanseat

Franz Otremba mit Tempo Hanseat und Holder ED10 Einachsschlepper.
In meiner Nachbarschaft wohnte Franz Otremba mit seiner Familie. In seinem Hauptberuf arbeitete er als Metallarbeiter beim größten Arbeitgeber in unserem Ort, der Firma Merten und Storck, im Volksmund „Pöttkes-Bude“ (Topffabrik) genannt.
Als gebürtiger Schlesier, dessen Eltern einen Bauernhof betrieben, erinnerte er sich an seine Wurzeln. Er pachtete Felder und begann, zunächst Gemüse, Kartoffeln und vor allem Erdbeeren anzupflanzen. Wir Kinder aus seiner Nachbarschaft halfen ihm, seine reifen Erdbeeren zu ernten. Unser Lohn war, so viel Erdbeeren essen zu können, wie wir wollten (konnten). Wer hier im Vorteil war, kann man sich denken. Ein Höhepunkt für uns Kinder war aber die Fahrt auf dem kleinen Anhänger des Holder-Einachsschleppers. Der Schlepper hatte einen Dieselmotor und konnte durch viele Anbauteile für allerlei Arbeiten genutzt werden.
Später kaufte sich Franz Otremba noch ein Tempo-Dreirad, um seine Waren in umliegende Orte zu liefern und um am Wochenende Verwandte zu besuchen.
Ich erinnere mich noch an andere sogenannte Nebenerwerbslandwirte, die ebenfalls kleine Schlepper als Arbeitshilfen besaßen. Zu meinem Glück erfuhr ich, dass nicht weit von mir so ein Holder-Schlepper mit Anhänger bei einem Hühnerbauern steht. So konnte ich Bilder machen und Zeichnungen erstellen, die mir beim Bau des Modells halfen. Auch hatte der Bauer noch den Originalprospekt, den er mir zum Kopieren überließ. Franz Otremba und seine Fahrzeuge sind schöne Erinnerungen für mich und meine gleichaltrigen Kindheitsfreunde. (Text: Peter Sacher)

Datenblatt für Einachsschlepper Holder ED10!

Original-Fahrzeug-Daten zu den vier oberhalb stehenden Modellen aus Peters Werkstatt.

MAN 415L1

Henschel HS170 Datenblatt

Opel Blitz 1-75t

Kaelble K 631ZR/56 Datenblatt

Faun LK5

M.A.N F8 Datenblatt

MAN 750TL1

Tempo Hanseat Datenblatt

Vielen Dank Peter,
für Fotos und Zeilen zu deinen wunderbaren Modellen. Wir freuen uns schon jetzt auf weitere Modelle mit den Geschichten aus deiner Heimat, dem schönen Münsterland.

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