Nutzfahrzeug Technik

Magirus Iveco Museum e. V.
Erleben Sie die Welt von Magirus und seinen Freunden!
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Wassergekühlter Magirus Ottomotor S85/S88, der erste mit 6 Zylindern, Leistung 55 bis 70 PS, Bauzeit 1930 bis ca.1936.

Beschrieben wird hier alte und neue Technik zu Nutzfahrzeugen. Nicht nur zu Magirus, oder Iveco Produkten sondern über alle interessanten, und wichtigen Techniken. Wir erklären Ihnen die Unterschiede von Luft- zu Wassergekühlten-Motoren, oder was z. B. ein variabler Turbolader ist, und wie er funktioniert. Technik von Anhängern und Anbaugeräten wird auch ein Thema in diesem Menü werden . Natürlich wird auf einer Magirusseite die Feuerwehrtechnik nicht fehlen. Auch hier haben Sie verehrter Besucher die Möglichkeit sich aktiv, mit Ihrem Wissen, zu beteiligen. Melden Sie sich bei uns!
Allgemein ist bekannt, in Magirus Lastwagen, Feuerwehrfahrzeugen und Omnibussen sind luftgekühlte Dieselmotoren von Deutz eingebaut. Richtig ist dies für die Zeit von 1948 bis 1993, mit Ausnahmen auch noch einige Jahre länger.
Auf dieser Seite sind 3 von vielen weiteren Motoren abgebildet, die in Magirus-Fahrzeuge eingebaut wurden. Am Anfang, in der Zeit von 1917 bis ca. 1940, wurden 4- und 6-Zylinder-Magirus-Viertakt-Ottomotoren eingebaut, auf dem oberen Foto ist einer abgebildet.
1933 wurde der erste Magirus-Viertakt-Dieselmotor eingebaut, in 4- und 6-Zylinderbauart kamen die wassergekühlten Motoren bis ca. 1937 zum Einsatz. In den 1930er Jahren wurden in einigen Typen auch noch Viertakt-6-Zyl.-Ottomotoren von Maybach bzw. Maybach-Lizenz und Continental verbaut. Auf Kundenwunsch baute Magirus auch Motoren von Mitwettbewerbern ein.
Mit der Übernahme von Deutz im Jahr 1936 war natürlich klar, die Magirus-Motoren werden sterben. Deutz hatte keine eigene Fahrzeugproduktion und konnte nun seine Motoren in Magirus Fahrgestelle einbauen. Es waren allerdings keine Luftgekühlten sondern bis 1948 wassergekühlte 4- und 6-Zylinder-Viertakt-Dieselmotoren.
Erst im 2. Weltkrieg konstruierte Deutz auf Anweisung der Heeresleitung einen luftgekühlten Dieselmotor, für Fahrzeugeinsätze bei tropischer Hitze und arktischer Kälte. Der Motorenbau baute den vorhandenen wassergekühlten 4-Zylinder Motor F4M513 um, in den luftgekühlten 4-Zylinder Motor F4L514. Der Motor sollte in den Lastwagen S3000 eingebaut werden, während des Krieges kamen jedoch die 674 gebauten Motoren im Raupenschlepper Ost zu Einsatz.
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Der luftgekühlte Deutz-Motor mit Aufladung wurde in Iveco Lastwagen mir einer Leistung von bis zu 340 PS eingebaut. Es waren die letzten Deutz-Motoren die von Iveco bis 1993 eingebaut wurden.

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Wassergekühlter Iveco Motor 8460.21, 240 PS (176 kW) eingebaut im Iveco 175-24.

Nachdem KHD bereits 1980 aus dem Iveco Verbund ausgeschieden war wurde 1983 in Deutschland die Iveco Magirus AG gegründet.
Außer in Magirus-Fahrzeugen waren alle anderen Fahrzeuge der Iveco-Gruppe mit wassergekühlten Dieselmotoren ausgerüstet. Diese ehemaligen Fiat- und Unic-Motoren wurden nach der Gründung von Iveco weiterproduziert und eingebaut. Damit entwickelte Iveco sich nicht nur zu einem der größten Nutzfahrzeughersteller in Europa sondern auch zu einem der größten Motorenhersteller.
Bis 1992 gab es bei Iveco Fahrzeugtypen, die unterschiedlich zu den Absatzländern, mit wassergekühlten, oder luftgekühlten Motoren ausgerüstet waren. Erst 1992 mit der Erneuerung der kompletten Iveco Fahrzeugflotte änderte es sich, der luftgekühlte Motor musste sterben, es wurden nur noch wassergekühlte Iveco Motoren eingebaut. Auf dem Foto links ist ein Motor aus dieser Zeit abgebildet.
Mit der Einführung neuer Emissionsvorgaben mussten neue Motoren her. Die Iveco Motoren Baureihe Tector und Cursor kamen auf den Markt und zum Einbau.
Lesen Sie demnächst mehr über diese modernen und innovativen Iveco Motoren.